Sportwetten: Sportliche Faszination & existenzielles Leid dicht verwoben [13.03.25]
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- Regulierung von Bonus- und Willkommensangeboten in der Werbung
- Obergrenzen für Werbeausgaben der lizenzierten Anbieter
- Verpflichtende Hinweise auf Beratungsstellen bei problematischem Spielverhalten
- Beschränkungen für Werbung in der Nähe von Schulen oder Jugendzentren
11.
Juli 2021
Vor allem junge Menschen sollen hierdurch geschützt werden, ihr Geld nicht durch Wetten zu verzocken. Wenn du auch etwas bewirken willst, kannst du hier Mitglied werden und das Team unterstützen. Du kennst jemanden der zu viel verzockt hat oder bist selbst betroffen? Dann tausch dich hier aus und schau dir unseren Blogbeitrag zur Spielersperre an. Finde hier heraus, was du über Glücksspiele weißt und wie dein eigenes Spielverhalten ist.
Werbung über Videoportale, Streamingdienste und Social Media-Plattformen
GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG des BUNDESDROGENBEAUFTRAGTEN und der UNIVERSITÄT HOHENHEIM Emotionen gehören zum Fußball. Fans fiebern mit ihrem Team mit, feiern Siege und trauern alle gemeinsam bei Niederlagen. Dieses positive Image macht Sportereignisse attraktiv für die Werbebranche, insbesondere unter Sportwettenanbietern. Die Verlierer sind Menschen mit einer Glücksspielstörung, die erst mit ihrem Geld und dann mit ihrer Gesundheit bezahlen – das widerspricht dem üblichen positiven Image des Sports. Werbung wirkt: für Lippenstift, den neuesten Markenpulli ebenso wie für Alkohol, Tabak und Sportwetten. März 2004 - I ZR 304/01, ) noch einmal betont, dass an das Merkmal des „geschäftlichen Verkehrs“ keine hohen Anforderungen zu stellen sind.
Ende 1990er Jahre
„Aufhorchen lassen auch Art und Umfang der Werbung auf Social Media, die sich von Haus aus eher an ein jüngeres Zielpublikum richten. Die Forschungsergebnisse zeigen einen fließenden Übergang zwischen Information und Werbung, der insbesondere für Kinder und Jugendliche problematisch sein kann“, sagt Dr. Steffen Otterbach von der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim. „Auch ist die Zahl von bis zu knapp 200 Posts pro Anbieter in diesem Zeitraum sehr hoch.“ Bestes Mittel gegen Glücksspielsucht ist Prävention Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Burkhard Blienert sieht das Werbevolumen beim Glücksspiel genauso kritisch wie in den anderen Feldern: „Am Ende waren es bei der Euro 2024 die Fans, die für ein Milliardengeschäft die Zeche gezahlt haben – erst mit ihren Spieleinsätzen und später auch mit ihrer Gesundheit.“ „Ein Mittel gegen Sucht ist gute Prävention“, bekräftigt der Bundesdrogenbeauftragte. Was ihn umtreibt ist, „dass der Staat den Wettanbietern ein wenig wie David gegen Goliath gegenübersteht, vergleicht man Werbebudget und Präventionsausgaben.
Was ist Glücksspiel überhaupt?
Dabei wissen wir seit Jahren, was zu tun wäre und dass wir in allen Bereichen, weit über das Glücksspiel hinaus, deutlich mehr Prävention brauchen, angefangen bei engen Grenzen für die Werbung.“ 100-mal mehr Geld für Glücksspiel-Werbung als für Prävention „Wir müssen, wenn es um Suchtgefahren geht, endlich vor die Welle kommen“, ist Burkhard Blienert wichtig. „Nur pumpen die Wettanbieter bisher hunderte Millionen in Werbung, während im staatlichen Präventionsbudget nur ein minimaler Teil dieser Summe steckt. Oder deutlicher: In Deutschland fließt 100-mal mehr Geld in die Werbung für Glücksspiel als in die Prävention.“ Dass Branchenunternehmen verstanden haben, dass Werbung wirkt, belegen weitere Zahlen von Nielsen Media Research: Zu Großereignissen wie Welt- und Europameisterschaften legen einzelne Wettanbieter in den zwei Monaten vor und nach dem Event nochmals eine „echte Schippe oben drauf“ – bis zum Zehnfachen ihres normalen Werbebudgets. Da werden aus 15 Millionen schnell 30 Millionen Euro und aus 300.000 Euro auch mal drei Millionen. Die Werbeausgaben werden zum Beispiel zwei Monate vor dem Sportevent um fast 80 Prozent erhöht und einen Monat davor nochmals um 30 Prozent; das belegen Zahlen aus den Jahren 2018 und 2021. Unerheblich ist dabei, ob und in welchem Umfang dem Homepage-Inhaber vermögenswerte Leistungen durch die Werbebanner überhaupt zufließen.
- Verbot von Glücksspielwerbung in den öffentlich-rechtlichen Medien
- Werbebeschränkungen für Sportwetten im Fernsehen vor 21 Uhr
- Verpflichtender Warnhinweis "Spiel mit Verantwortung" in allen Anzeigen
- Verbot von Werbung, die sich gezielt an Minderjährige richtet
- Einschränkungen für Werbepartnerschaften mit Sportvereinen
- Verbot von Werbung für Glücksspiele ohne deutsche Lizenz
Grundsätzlich ausreichend ist das objektive Platzieren des Werbemediums auf der Webseite.
DFB: "Das Geld kommt dem Fußball zugute"
Nur warten die letzten drei mit besonderen Risiken für Mensch und Gesundheit auf. Werbung führt nach Stand der Forschung zu mehr „Konsum“ oder setzt zumindest einen höheren Anreiz etwas auszuprobieren. Hier geht es um die Gesundheit vieler Fans. Gerade für Sportwetten scheint die Werbung omnipräsent: Ob Weltmeisterschaft, Europameisterschaft oder einfach nur Bundesliga – mittlerweile ist kaum ein Fußballspiel ohne Werbung für Sportwetten. Allein in Deutschland verlieren Wettende mehr als 1,4 Milliarden Euro jährlich.
D. Werbung für Glücksspiel durch Influencer
Mehr als 15 Minuten Glücksspielwerbung pro Spiel Wie groß ist die Dimension, wenn wir von Sportwettenwerbung sprechen? Diese Frage hat sich die Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim gestellt und elf Spiele der Fußball-Europameisterschaft vom vergangenen Jahr genauer unter die Lupe genommen. Für den gleichen Zeitraum hat sie die Social Media-Werbung von zehn legalen Wettanbietern analysiert. Die Auswertung verdeutlicht exemplarisch, wie massiv Werbung während der Fußball-Europameisterschaft 2024 gezeigt wurde: Rund um die Übertragung eines Fußballspiels wurde summiert etwa 15 Minuten lang – die Länge einer Halbzeitpause – für Glückspiel geworben, zumeist auf der Stadionbande. Die Bande zeigte überwiegend Logos eines Sportwettenanbieters in voller Bildschirmbreite. Eine andere Bewertung kann sich allenfalls dann ergeben, wenn der Homepage-Betreiber keinen Werbebanner schaltet, sondern einen bloßen Link setzt.
| Rechtsgrundlage | Zuständige Behörde | Kernregelung für Werbung | Gültigkeitsbereich |
|---|---|---|---|
| Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) | Jeweilige Landesbehörden (z.B. GGL) | Werbeverbot mit Jugendschutzbezug | Bundesweit für alle Anbieter |
| Rundfunkstaatsvertrag (RStV) | Landesmedienanstalten | Beschränkung von Werbezeiten im TV/Radio | TV- und Radioprogramme |
| Jugendschutzgesetz (JuSchG) | Bundesprüfstelle | Keine Ansprache Minderjähriger | Alle Werbeformen |
| Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) | Wettbewerbszentrale | Verbot irreführender Werbung | Kommerzielle Kommunikation |
v.
- Werbeverbote in Stadien und auf Trikots von Profivereinen
- Einschränkungen für Werbung in regionalen Amateursportligen
- Diskussionen über ein vollständiges Sponsoring-Verbot im Sport
- Ausnahmeregelungen für Lotto- und Toto-Werbung
19.12.2000 - 6 U 51/00, ) geurteilt, das ein bloßer Link von einer rein privaten Seite auf eine dritte, kommerzielle Seite noch keine Geschäftsmäßigkeit begründet.
Werbung für linzenzfreie Online-Glücksspiele
Um wenigstens den in Deutschland handelnden Gehilfen begegnen zu können, wurden auch etwaige Werbehandlungen unter Strafe gestellt. Die Gerichte verstehen unter „Werben“ das planmäßige Vorgehen mit dem für den Durchschnittsadressaten erkennbaren Ziel, andere für etwas zu gewinnen. Dabei kann sich die Werbung sowohl an die Öffentlichkeit als auch an einzelne Personen richten. Es ist nicht erforderlich, dass später auch tatsächlich ein Spiel zustande kommt. Unzweifelhaft fällt unter den Begriff des Werbens auch das Platzieren von Werbebannern oder sonstigen Online-Werbemitteln auf einer privaten Homepage.
B. Werbung durch Influencer
Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei der Homepage um eine private oder geschäftliche handelt. § 284 Abs.4 StGB verlangt keine kommerziellen Absichten. In der rechtswissenschaftlichen Literatur gibt es angesichts dieses uferlosen Tatbestandes zahlreiche kritische Stimmen, die die Norm restriktiv interpretieren wollen. Auch der BGH hat erst kürzlich in der „Schöner Wetten“-Entscheidung (Urteil vom 1. April 2004 - I ZR 317/01, ) ausdrücklich betont, dass die Strafrechtsnorm des § 284 StGB insbesondere im Lichte der Grundrechte eng auszulegen. Hierbei gilt es jedoch immer die Besonderheiten des Einzelfalls zu berücksichtigen.
- Regulierung von Online-Casino-Werbung durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag
- Verpflichtende Altersverifikation in der Online-Werbung
- Verbot von irreführenden Werbeversprechen wie "garantierter Gewinn"
- Beschränkungen für Werbung in sozialen Medien und Influencer-Marketing
Geschieht z.B. die Verlinkung in der verdeckten Absicht, die Drittseite wirtschaftlich zu fördern, liegt auch hier geschäftliches Handeln vor. Eine weitere Voraussetzung für einen wettbewerbsrechtlichen Anspruch ist, dass die betreffenden Webseiten als Mitbewerber in Konkurrenz zueinander stehen. v.
Verbotene Werbung lockte Nutzer auf illegale Internetseiten
Inzwischen leiden mindestens 1,3 Millionen Deutsche zwischen 18 und 70 Jahren an einer Glücksspielstörung. Jeder dritte davon nimmt an Live-Sportwetten teil. Text: Yvonne Reißig cas casino bonus ohne einzahlung dezember 2026 (Pressesprecherin des Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen) Dr. Steffen Otterbach, Geschäftsführender Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim T +49 711 459 23425, E steffen.otterbach@uni-hohenheim.de Burkhard Blienert, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Pressestelle T +49 (0)30 18441 1445, E presse-drogenbeauftragter@bmg.bund.de Das Buch von RA Dr. Bahr: "Glücks- und Gewinnspielrecht" Die Bedeutung des Geldwäsche-Gesetzes für Spielbanken-Spieler Hausverlosung in Deutschland: Mit beiden Beinen im Gefängnis?
Glücksspielwerbung gehört verboten
Ist es zulässig, Werbebanner von (illegalen) Online-Casinos oder Sportwetten auf einer privaten Homepage zu platzieren? Sind 50 Cent-Gewinnspiele nach dem Glücksspiel-Staatsvertrag verboten? Frage auseinander, so ist es empfehlenswert, zunächst zwischen der strafrechtlichen Beurteilung auf der einen Seite und der zivilrechtlichen auf der anderen Seite zu differenzieren. Relevant ist hier § 284 Abs.4 StGB, wonach das „Werben“ für ein verbotenes Glücksspiel mit einer Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr bedroht ist. Diese Regelung wurde erst Anfang 1998 eingeführt, weil zunehmend ausländische Glücksspiel-Veranstalter auf den Markt drängen, die sich durch ihren Sitz im Ausland der deutschen Strafverfolgung entziehen. 7.
SPD-Mann Blienert kritisiert „abenteuerlichen“ FDP-Plan
So ist z.B. die redaktionelle Berichterstattung über ein österreichisches Unternehmen in einer deutschen Zeitung grundsätzlich nicht zu beanstanden, da der journalistischen Berichterstattung aufgrund der Meinungs- und Pressefreiheit (Art. 5 I GG) eine besondere Privilegierung zukommt. Zwar ist diese Entscheidung des BGH zu begrüßen, sie darf jedoch auch nicht überbewertet werden, da cas casino grenze deutschland es sich um einen besonderen Einzelfall handelte. Somit ist davon auszugehen, dass auch zukünftig die überwiegende Anzahl der deutschen Staatsanwaltschaften und Gerichte das Platzieren von Online-Bannern für in Deutschland nicht genehmigte Online-Casinos oder Sportwetten als Straftat nach § 284 Abs.4 StGB auffassen wird. April 2004 - 1 C 5/04) entschieden, dass eine Suchmaschine, die auf eine ausländische, in Deutschland verbotene Glücksspiel-Seite linkt, nicht von einer deutschen Spielbank in die Haftung genommen werden kann, weil zwischen den Parteien kein Wettbewerbsverhältnis besteht.
Hinweise (Besonderheiten)
Ein wenig anders ist die Situation im Zivilrecht. § 284 StGB) besteht nur dann, wenn der Betreiber der Homepage sich im geschäftlichen Verkehr bewegt. Da es sich in unserem Fall um eine private Homepage handelt, würde somit das Wettbewerbsrecht eigentlich ausscheiden. Nun passiert aber etwas, was viele Homepage-Inhaber übersehen: Durch die Schaltung des Werbebanners oder sonstiger Online-Werbemittel verlässt die Webseite den Bereich des Privaten und betritt den des Kommerziellen. Nach inzwischen gefestigter Rechtsprechung reichen dafür bloße Werbebanner oder Pop-Ups aus.
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